Großes Wunder, großes Glück.

Guten Abend meine lieben Leute, guten Morgen liebe kinderlosen Freunde! 😉

Noch vor etwa 14 Monaten zählte ich mich auch zu all denen, die um diese Uhrzeit erst nach einer durchzechten Partynacht aufgestanden sind, um sich für die gleich folgende direkt schon wieder fertig zu machen.

Dass man heute nichts trinken würde, nachdem man gestern mehr als die Kante gekippt hat, ist genau so, wie der Vorsatz des Abnehmens an Silvester.

Er endet spätestens dann, wenn man den Satz gerade mit einem Punkt beendet hat.


Ich sitze nun hier und lausche der Stille um mich herum.

Daniel ist arbeiten und Lenny liegt im Bett; lediglich das Knacken des vorgeheizten Backofens- der sich darauf eingestellt hat meine Cheese Chicken Nuggets zu rösten- durchbricht die Ruhe.

Das ungewohnte Schweigen der singenden Spielzeuge, des Fernsehers und ja sogar des immer durchkühlenden Kühlschranks gibt mir ein Gefühl der Unsicherheit.

Obwohl ich seit der Geburt unseres Sohnes sehr geräuschempfindlich geworden bin und sogar im Keller auf Zehenspitzen laufe, mit dem Trockner schimpfe wenn die von mir geschlossene Tür zu laut knallt und mich jedesmal hochimplodierend darüber aufrege, wenn der Kleine im Kinderwagen schläft und ein vorbeilaufender Spaziergänger enthusiastisch grüßt, gefällt es mir doch besser, wenn hier Leben herrscht.

Genauer gesagt, wenn das kleinste Menschenwesen in diesem Hause die weißen Wände mit seinem Lächeln deutlich bunter macht.

Heute ist Daniel arbeiten; nach den vergangenen Tagen fürchtete ich mich ein wenig vor heute.

Natürlich komme ich mit meinem Sohn gut alleine klar, allerdings werden mir an diesem Punkt die meisten Eltern zustimmen, wenn ich sage, dass die geteilte Beschäftigungssensation für und mit einem Baby deutlichst angenehmer ist.

Ich hasse es, wenn um mich herum lebende Individuen mir erzählen wollen, dass ich mich nicht zum Sklaven meines Kindes machen soll.

Wo um alles in der Welt steht durch wieder irgendeinen super-grandiosen pädagogischen Wissensfutzi geschrieben, dass ein vier Monate alter Säugling ein solches Maß an manipulativer Gedankensteuerung besitzt, dass er in der Lage sein könnte die Menschen, von denen er abhängig ist, herum zu schubsen?

Mal allen Ernstes: Diese kleinen wundersamen Geschöpfe sind auf der Welt, weil wir sie bei uns haben wollen. Sie machen genau das, was wir uns gewünscht haben: L E B E N.

So wie wir Erwachsene unser Dasein frei- entsprechend unseren individuellen Vorstellungen nach- gestalten, haben auch Babys das Recht auf Autonomie und Gedankenfreiheit.

Der einzige Unterschied, bei dem wir den kleinsten Geschöpfen der menschlichen Existenz um einiges voraus und im wohl größten Vorteil sind, ist der, dass wir den besten Weg der Kommunikation nutzen können:

Die jeweils gleich sprechende Sprache.

Sollten wir uns mit jemandem nicht austauschen können, wurde von wieder einem schlauen Menschen festgelegt, dass Englisch die sogenannte „Allerweltssprache“ verkörpern darf, damit sich die Menschheit keinesfalls durch eine Sprachbarriere missverstehen könnte.

Bedingt durch meine diesbezügliche Einstellung und dem Wunsch, unserem Sohn seinen Weg in das Leben zu ebnen, den er verdient hat, lasse ich unser Baby weder schreien, noch allein einschlafen, geschweigedenn in einer vollen Windel verweilen.

So anstrengend die Rolle einer Vollzeit- Mama auch ist, haben vor allem diejenigen unsere größte Aufmerksamkeit verdient, die es am schwersten haben uns ihre Gefühle, Wünsche, Schmerzen oder auch ihr Wohlbefinden auszudrücken.

Ich kann mein Kind nur kennen und ihm daraus folgend auch nur helfen, wenn ich es beobachte, mich mit ihm beschäftige und ganz wichtig: wenn ich versuche ihn zu verstehen.

Denn- und nun komme ich zum Schluss für heute:

Wir alle haben keine Babys bekommen, um weniger Arbeit in sie zu stecken, als in den Dienstleister, für den wir arbeiten.

In diesem Sinne – nach einem tollen Tag mit meinem lachenden und brabbelnden, wenig weinenden Sohn:

Es muss nicht immer Milch sein, gute Nacht- viel Spaß für einige heute Abend- und bis morgen 😉

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.