Im Gleichschritt Marsch!

Hallo liebe Mitfühlenden 😉

ziemlich ungewohntes Bild meine Zeilen zu lesen, wenn der Tag draußen noch in seiner vollsten Erleuchtung prahlt.

Ein neuer 24 Stunden Ablauf, der nur darauf wartet, gefüllt zu werden- mit neuen Erlebnissen, mit alten Gewohnheiten und zukünftigem Aufbau einer gewissen Routine.

„Es passiert nix“ waren die Worte, die mein Papa mir zwei Tage nach meinem errechneten Entbindungstermin per selbstklebendem Schriftzug auf meinen dicken aktiven Bauch klebte, nachdem er mich fragte, wie es läuft.

Kaum 15 Stunden später ging es dann tatsächlich los und unser Sohn hatte es daraufhin wohl sehr eilig, seinem Opa zu zeigen, dass doch etwas vor sich geht.


Ganz überraschend fiel mir vor vier Tagen eine Veränderung an Lenny auf.

Morgens ist er immer super drauf; er freut sich, ausgeschlafen zu sein, händeringend und herumwuchtelnd in Mamas Gesicht aufzuwachen und sie aus ihren tiefsten Träumen zu wecken.

Mit halb geöffneten Augen- bereits durch die akustischen Laute angekündigt- sah ich also wie Lenny sein Däumchen wieder einmal als Offenbarung seines Hungers verschling und mich dabei herzergreifend angrinste.

Schnell stellte ich aber fest, dass er irgendwie falsch herum nuckelt und nicht- wie sonst- mit seinem Zeigefinger in sein Auge stach während er mit dem Daumen der gleichen Hand seine Beruhigung suchte. Diesmal sah es so aus, als stünde seine Welt Kopf, denn der Zeigefinger massierte sein Kinn.

Komisch.

Basierend auf meinem Mutterinstinkt, schob ich meinen kleinen Finger auf seine untere Kauleiste und da hatte ich die Lösung: Eine Spitze!

Ehe ich diesem Wunder glauben schenken konnte und Lenny dieses Spektakel weiter über sich ergehen ließ, grinste er mich wieder an und biss zu.

Von da an bestand also kein Zweifel mehr für mich: Sein Zahn kommt durch!

Wie aufregend!

In meiner Euphorie musste ich meinen Mann schnell wecken und ihm von unserem neuen Fortschritt erzählen, kaum abwartend darauf, dass ich im Licht einen Blick darauf werfen kann.

Das allerdings- liebe Freunde- gestaltet sich wirklich nicht leicht. Denn Babys haben irgendwie keine Lust darauf, ihre Schnute aufzumachen, ohne, dass die Zunge sich direkt über das neue Hindernis im Mund stülpt.

Trotz dieser kleinen Herausforderung- bedingt durch die Willensstärke unseres temperamentvollen Sohnes- konnte ich mein persönliches Erfolgserlebnis dennoch gebührend feiern:

Ich sehe die kleine weiße Spitze, die aus seinem unteren Zahnfleischrand ragt!

Wir sind auf dem richtigen Weg des Erwachsen- Werdens 😉

Wie ihr also feststellen könnt, passiert eine ganze Menge. Für die einen mag es ein kleiner Schritt sein, für uns jedoch ein großer Schritt in Richtung normaler Entwicklung.

Der Zahndurchbruch ist eine heikle Angelegenheit; die einen Minimenschen kommen richtig gut damit zurecht und die wieder anderen haben ihre höchste Stufe auf ihrer individuellen Schmerzskala erreicht.

So auch unser kleiner Wurm.

Die Tage der Ausgeglichenheit, des neu eigeführten Mittagsschlafes und vor allem der oralen Ruhephase sind vorbei. Das Knüttern klettert die Launenleiter ganz herunter, der gestörte Schlaf kann nicht nachgeholt werden und die Welt befindet sich im Ausnahmezustand.

Ergo sparen mein Mann Daniel und ich natürlich keine Kosten und Mühen: Deshalb müssen noch mehr unserer treuen Globuli-Begleiter her. Diesmal allerdings welche, die zur Schmerzlinderung des Durchbruchs der klitzekleinen Beißerchen dienen.

Gesagt, getan: am gestrigen Tage besuchten wir im Zusammenhang mit unserem Einkauf die Apotheke, dessen Chef uns höchstpersönlich beriet. Auf der Grundlage seines eigenen Papa-Seins von zwei schon im Schulalter lebenden Kindern, konnte er unser Leid und besonders das unseres Sohnes punktgenau nachempfinden und empfahl uns, vorerst mit Globulis zu beginnen ehe wir die mit etwas Lokalanästhetikum versehene Creme ausprobieren.

Er verabschiedete uns mit den Worten: „Sie müssen lernen, sich ein dickes Fell wachsen zu lassen. Denn Kinder weinen nunmal.“

Ja wunderbar Herr Apotheker- Chef. Ein nett gemeinter Ratschlag, der mehr Schlag als Rat war. Wenn hier nämlich jemand ein dickes Fell bezüglich der Schrei- und Weinanfälle eines Säuglings hat, dann doch bitte wir.

Natürlich konnte er nicht ahnen, dass wir seit gut 20 Wochen in einer Lautstärke leben, in der sich selbst Bärenfell aufzulösen vermag.

Naja. Wir ließen seinen (Rat-) Schlag folglich so stehen, fuhren mit unserem Winzling nach Hause, plazierten die Globulis in der Reihe unzählig anderer Globuli- Fläschchen und nun heißt es tagtäglich aufs Neue und mehrstündlich:

3 Pups- Globulis 10 Minuten vor dem Essen

8 Zahnglobulis

4 Schlafglobulis am Abend

3 Planzenta- Globulis wenn er einer Erkältung bevorsteht oder ein Entwicklungssprung sein Unwesen treibt

 

Wie ihr seht, werden wir nicht nur durch frühkindliches Memory- Spielen gedächtnisstimulierend auf Trab gebracht, sondern als Mama- und Papa- Seins eines sensiblen und temperamentvollen Babys.

Eines jedoch muss man dieser ganzen Hexerei ja lassen: Sie wirkt Wunder und der positive Nebeneffekt des guten Geschmacks lässt es unserem Sohn eine Freude bereiten, wenn er den ganzen Tag damit beschäftigt ist, seine Globulis zu lutschen.


Selbst wenn man im Vorfeld alles detailgetreu plant, die wichtigsten und teuersten Dinge besorgt, am Besten informiert ist über Aktion und Reaktion des Verhaltens eines Babys, muss man sich am Ende trotzdem die Frage stellen, wer hier wessen Plan einhält:

Wir unseren oder Lenny seinen.

In diesem Sinne verabschiede ich mich in einen neuen ereignisreichen planvoll planlosen Tag und verbleibe mit den besten Wünschen zum Wochenende mit den Worten:

Es muss nicht immer Milch sein, schönen Samstag und bis morgen!  🙂

 

So viel dazu…  😉

 

2 Antworten auf „Im Gleichschritt Marsch!“

  1. Super Artikel, wie bei uns zu Hause😅
    welche Zahnglobulis nehmt ihr denn ?
    Unser kleiner wird jetzt 8 Monate und bekommt den siebten Zahn.
    Von Globulis über Zahnöl bis hin zu Feilchenwurzel haben wir alles ( der Papa sagt immer, wir wären besser aufgestellt als die örtliche Apotheke 😂) und ich muss sagen das oben auf mal alle 4 Zähne kamen war ich mit meinen Latein am Ende .
    Ich hoffe das es bei den nächsten Zähnchen nicht genauso wird.
    Euch drücke ich die Daumen, dass die Globulis weiter helfen .

    1. Liebe Sarah, vielen lieben Dank 🙂 Es freut mich,wenn es dir gefällt und hoffe,du bleibst dabei;)
      Wir haben die Osanit Globulis und bei unserem Sohn kommen unten auch 3-4 gleichzeitig. Mag einem niemand glauben, aber bin froh,dass es bei euch ähnlich war! Ich wünsche euch weiterhin ein starkes Nervenkostüm und wenn du magst, meld dich gern ab und an! Liebste Grüße!

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