Was lange währt…

Hallo meine lieben Freunde!

Lange lange habe ich nichts von uns hören lassen, dennoch kreisten meine Gedanken häufig um die Fortsetzung meines mir so am Herzen liegenden Blogs.

Ich melde mich tatkräftig und erholt zurück, sodass ich nun wieder regelmäßig schreiben kann.

Ihr kennt das sicherlich, wenn ihr im Leben manchmal inhaltlich Dinge erlebt, von denen ihr glaubt, dass sie sich wie ein roter Faden durch euer komplettes Dasein zieht.

Es verläuft alles so geplant ungeplant.

Das Auto geht kaputt, der Handyvertrag lässt sich nicht so einfach verlängern wie man sich das dachte, finanzielle Einbußen durch nicht vorhersehbare und unvermeidliche Ausgaben oder ein eigentlich gut durchplanter Tag, der im Chaos endet.


Was wünscht sich eine Mama?

Oft ist das Leben als Neu-Mama auch nach knapp sieben Monaten schwierig und manchmal sogar auch sehr einsam- trotz, dass man sein aller Wichtiges bei sich hat.

Einsam eben deshalb, weil man durch den heutigen Gesellschaftsblick und der einen umgebenden Menschen in die Schublade der „umsorgenden“ Mutter gesteckt wird. Diesbezüglich definiert sich also die heutige Mamarolle als diejenige, die zu Hause immer klar kommt, die nie Hilfe benötigt und die immer eine Lösung für die Beruhigung ihres weinendes Kindes kennt. Ganz zu schweigen davon, dass der 24-Stunden- Job einer Mama nur schön, und nicht auch genau so hart ist; körperlich oder seelisch.

Wenn man dann mal seinen Unmut kund tut, dann gnade uns Gott- denn wir als Mütter haben uns doch absolut nicht zu beschweren! Wir können uns zusammen mit unseren Sprösslingen hinlegen, wenn sie schlafen; wir können wenigstens zu Hause sein; wir können unsere Freizeit ausleben und Dinge tun, die man während der Arbeitszeit nicht erledigen kann; man kommt raus und und und.

Kommt euch das auch bekannt vor?

Ich fühle mich einsam, wenn ich das Gefühl habe, dass ich als funktionierendes Antriebsmittel akzeptiert und bedankt werde, mir dennoch meine Erschöpfung nicht zugetragen werden kann,

weil mein Leben ja doch so frei ist.

Denn manchmal wünscht man sich auch einfach mal auf der Arbeit zu sein, nach Hause zu kommen und sich zu freuen endlich die vier Wände wieder zu haben.

Manchmal wünscht man sich auch derjenige Part zu sein, der zu Hause vermisst wird.

Manchmal wünscht man sich auch, in der Position stehen zu können, in der es legitim ist wenn man sagt, wie anstrengend die Arbeit doch war und wie viel Schlaf und Ruhe man deshalb nun bräuchte.

 

Es ist nicht einfach, wenn man als Mama immer funktionieren muss; wenn man nicht auch einfach mal die Tür hinter sich schließen kann und ohne schlechtem Gewissen das Weite sucht.

Es ist nicht einfach, wenn man täglich alles richtig zu machen versucht, um dem kleinen Leben das Beste zu schenken.

Es ist nicht einfach, wenn man sein Kind weinen sieht ohne zu wissen was es hat- dennoch eines sicher zu sein: Es weint, weil ihm etwas weh tut.

Es ist nicht einfach, seine Termine alle zu erledigen, wenn man andererseits versucht seinem Kind einen Tagesrhythmus anzugewöhnen.

Und es ist vor allem nicht einfach wenn man nicht verstanden wird, weil man eben genau all diese Dinge täglich erlebt und mitmacht und für all sein Handeln und all seine Aussagen Gründe hat,

denn die Kinderbetreuung ist immerhin unser täglicher „Job“ .

Und in unserem Job sind wir entsprechend auch die Meister.

Gesellschaft hin oder her.

Eine Mama wünscht sich, dass draußen endlich verstanden wird, was es bedeutet einem Menschen als Hauptakteur den richtigen Weg in´s Leben zu zeigen und zu lehren- während der andere Part das Geld nach Hause bringen muss um den Lebensstandard aufrecht erhalten zu können.

Man soll sehen und verstehen, wieso  die Augenränder unter der schnell aufgeklatschten Schminke an manchen Tagen dunkler sind als an anderen.

Sie wünscht sich, in ihrem Fleiß und ihrer Arbeit genau so viel Anerkennung, Ehre und Ruhm zu ernten, wie es ein Retter in der Not bekommt.

Eine Mama wünscht sich auch mal etwas abgenommen zu bekommen, ohne dafür in jeglicher Hinsicht und bei wem auch immer um Unterstützung zu bitten.

Eine Rückenmassage wäre oft von Vorteil; ein Kuss und eine Umarmung geben der Seele den gleichen Verdienst.

Ein ernst gemeintes „Kann ich dir irgendwas Gutes tun?“ von wem auch immer, schenkt einer Mama mehr als Schokolade oder Geld.

Dass man selbst nicht klugscheißerisch im Umgang mit seinem eigenen Fleisch und Blut ist, sondern wirklich am Besten weiß, was Sache ist und was ansteht, ist nunmal Fakt und das wünscht sich eine Mama ebenfalls als akzeptiert.

Bei schlechter Laune ist die Vorstellung von einer Aufmunterung schöner als die Realität des diesbegründeten anschließenden Vorwurfs.

 

Tja nun- eine Mama wünscht sich keine Klamotten, denn solange die Umstandmode und die davor getragenen Kleidungsstücke noch ihren Zweck erfüllen, reichen sie. Ebenso wenig Priorität besitzt der zu früheren Zeiten regelmäßige Friseur- oder Kneipenbesuch. Handysurfing und Telefonate sind überflüssig und zeitraubend, schminken ist deshalb nervig, weil man sich abends wieder abschminken muss und eine Mutter- Kind- Kur macht bestimmt keinen Spaß weil man lieber zu Hause schläft.


Die Bedürfnisse einer Mama und insbesondere ihre Wünsche sind simpel, einfach und kosten nichts:

An erster Stelle steht der Wunsch des Kindeswohls. Hauptsache es geht ihm gut und man weiß, dass man sein Bestes dafür gibt.

Im Anschluss daran wünscht Mama sich entgegengebrachte ausdrucksstarke Dankbarkeit, die sich in allen Belangen wiederspiegelt.

Egal in welcher Laune, egal zu welcher Tageszeit und egal von wem.

Am liebsten von den ihr wichtigsten Menschen.

Sie wünscht sich ein intaktes Familienleben in dieser Wegwerfgesellschaft- trotz der Hürden, Probleme und manchmal auch Unstimmigkeiten.


Wo wir gerade beim Thema sind, wären mehr Familienparkplätze, weniger Wartezeiten bei allen Terminen und nicht im Weg herum stehende Menschen oder Gegenstände- hier erwähne ich mal nicht die zu engen Gänge in diversen Läden- auch von großem Vorteil 😉

 

In diesem Sinne verabschiede ich mich in die hoffentlich ruhige Nacht, freue mich über eure Treue und sage:

Es muss nicht immer Milch sein, gute Nacht und bis die Tage!

Eine Mami liebt nunmal. Ihr Baby. Ihren Mann. Ihre Familie.

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