Frohes Neues und so… ;)

Guten Abend liebe Leute,

wie läuft das ab, mit den Vorsätzen zum Jahreswechsel?!

Abnehmen, mehr Sport, weniger Stress und mehr Spaß.

Seit ich Mama bin- vor allem von zwei Kindern- habe ich gelernt, dass Vorsätze ein präsituatives Bestreben nach persönlichen Interessen sind, die längst nicht durch den Willen desjenigen zu verwirklichen sind, der sie sich zum Ziel gesetzt hat.


Ein typischer Tag mit unserem 1.5-jährigen Lenny und unserer 5 Monate alten Luna beginnt immer damit, dass das Nesthäckchen ganz selbstverständlich bestimmt, wann und vor allem wie der Zeitplan der nächsten 14 Stunden abläuft.

Passend zum Sonnenaufgang startet Luna um Punkt 6 Uhr in den Tag, nachdem sie in der Nacht natürlich absolut nicht auf ihre kuhmilcheiweißfreie „Milch-“ Flasche verzichten mag. Ganz zum Leidwesen meines durch Müdigkeit erfüllten Wesens, bin ich also nach kurzer Hoffnung, sie könne wieder einschlafen wenn ich ihr eben schnell den Nucki gebe, gezwungen, mein Haupt aus dem Bett zu schwingen, das mich permanent begleitende Babyphone auszustellen und Luna zu begrüßen.

Sie strahlt mich an, ich frage sie, ob sie nun zur Frühaufsteherin werden will und anschließend verkrümel ich mich mit ihr auf die Couch.

Kuscheln?

Ach- unsere Tochter doch nicht.

Schlafen?

Wo denke ich hin…

Spielen?

Aber natürlich.

Nach kläglichem Versuch und mehrerer Sekundenschläfchen raffe ich mich dann doch auf, mache den TV an und schaue mir die Wiederholung von meiner Lieblingssoap an.

Ja, liebe Leserinnen und Leser: ich schaue 23 Minuten Fernsehen während meine Mini-Tochter daneben sitzt.

Heli- Mamis und Steinzeit-Erzieher sind an diesem Punkt wohl endgültig verzweifelt, wenn sie meine Zeilen lesen 😉

Lenny schläft in seinem Weichschaumbettchen in unserem Schlafzimmer bis etwa halb 8. Also habe ich ein wenig Zeit, bis beide hungrig, durstig und erneut müde sind.

Wenn ich dann beide morgens soweit versorgt habe, fange ich an, mein schläfriges Gemüt unter die Dusche zu schwingen. An Tagen, an denen mein Mann Daniel zu Hause ist, läuft alles etwas stressfreier ab. Wir teilen uns die Aufgaben, sodass die Zeit deutlich besser eingeteilt ist.

An Tagen, wo ich mit den Kids für 24 Stunden alleine bin, muss ich zusehen, dass ich Schwung in die Hütte kriege.

Mein Duschvorgang dauert exakt drei Minuten; Zähne putzen, Augenringe überschminken und Anziehen dauert inklusive des Haare föhnens und zusammenbindens weitere 12 Minuten.

Fertig.

Wir können starten-

denke ich so lange, bis Luna sich mir -über meine erneute Anwesenheit freuend- mit vollgespucktem Oberteil trotz des Schlabberlatzes präsentiert und mir klar wird, dass der Geruch in der Luft nicht von draußen kommt, sondern von einem meiner Kinder. Wer von beiden den Jackpot geknackt hat, muss ich wohl durch die Duftprobe aus näherer Sicht heraus finden.

Beide Vorkommnisse schnell in die Schublade der erledigten Staffelpunkte des Tages gepackt, können wir starten.


Luna schläft tagsüber nur im Auto oder im Kinderwagen. Ganz selten- und auch nur wenn Daniel hier ist um Lenny parallel zu beschäftigen-schaffe ich es, sie bei völliger Übermüdung zu Hause zum Schlafen zu kriegen. Lenny hat in ihrem Alter längst Mittagsschlaf gemacht- ich hatte Zeit um ihm diesen beizubringen.

Jetzt allerdings ist es anders. Für Luna habe ich keine 30 Minuten Einschlafstrategie tagsüber, denn Lenny möchte einerseits nicht so lange allein bleiben und andererseits: Wie soll ich einem Kleinkind erklären, dass es jetzt auf Zehenspitzen laufen, sich am besten nicht bewegen und vor allem nichts sagen soll?

Richtig.  Gar nicht.

„Gewöhn die Kleine bloß an Lärm wenn sie schläft. “

Jaaaa, genau.

Ich bin froh, wenn sie überhaupt mal ein Nickerchen macht und da bin ich ausnahmsweise mal egoistisch und sage: Ich riskiere mit Sicherheit keinen einzigen Ton, der sie wecken könnte.

Vor allem abends:

Nach meist 1.5 Stunden, aus einer Mischung von Pezziball, hinlegen, Nucki rein, streicheln und Popogeklopfe, haben wir es abends mal geschafft, dass Luna zumindest für die nächsten 3 Stunden bis zum Zeitpunkt ihres erneuten Hungerbefalls ein bisschen Schlaf bekommt.

Weil sich der rote Faden so wunderbar spannt, kämpft Luna selbstverständlich wie Lenny vor einem Jahr mit dem gleichen Problem- quälende und festsitzende Blähungen.


Lenny hat sich wunderbar entwickelt. Er ist so einfach in seinem Umgang, hat Luna als seine Schwester akzeptiert und kann sich an das Leben ohne sie gar nicht mehr erinnern.

Er bekommt abends seinen Tee im Bettchen, begleitet von Daniel oder mir und schläft zumindest den Großteil der Nächte ganz gut durch.

Ich habe meinen fürchterlichen Baby- Blues überwunden, verzweifle manchmal abends, wenn ich allein und völlig k.o. bin und beide ins Bett bringen muss, aber nicht weiß, wen zuerst und vor allem wie; habe Luna nach einem Milchstau seit ihrer 9. Lebenswoche abgestillt und frage mich tagtäglich, wenn Daniel arbeitet, wie ich den ganzen Tag beiden gerecht werden kann, um am Abend festzustellen, dass mein Plan sowieso nicht aufgeht, weil einer von beiden immer irgendwas hat.

Luna ist trotz ihrer ebenfalls sehr temperamentvollen Art ein kleiner Sonnenschein und erfreut sich lautstark lachend an dem Vorbeiflitzen ihres quasselnden Bruders, wenn sie auf der Decke liegt.


So anstrengend die Tage und Nächte auch sind, wissen wir eines: Danke, dass wir das Glück haben, zwei Kinder aufwachsen, lachen und leben zu sehen!

Die Entscheidung für Luna und gegen die Angst der Überforderung, war der richtige Weg.

Ja, es ist anstrengend und oft auch zum verzweifeln, wenn es Momente gibt, in denen nichts läuft und alles absolut ausweglos erscheint.

Nein, wir bereuen rein gar nichts, denn unsere Kinder sind der tägliche Beweis dafür, dass Liebe das wertvollste Gut ist, welches man haben kann.

 


So- mein Vorsatz, euch öfter zu schreiben, versinkt aufgrund der abendlichen Turbulenzen zur Zeit häufig im Sand.

Bitte seid nicht enttäuscht, wenn ihr länger nichts hört.

Ich bleibe dran, versprochen!

 

In diesem Sinne werde ich nun schnell ins Bett gehen- ehe meine Kleine von ihrem knurrenden Magen wieder geweckt wird- wünsche euch eine gute Nacht und erinnere daran, dass es jetzt erst Recht nicht immer Milch sein muss. 🙂

Eure Mona ♡

 

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