Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

Meine lieben Milchzähne,

ich grüße euch natürlich mal wieder in der größten Hoffnung darauf, dass ihr genau solche Weihnachtsfeiertage hinter euch habt, die euren Vorstellungen entsprachen.

Egal ob gemeinsam, mit vielen Geschenken, ausreichend Keksen, einigen Pfunden und leuchtendem Tannenbaum:  Hauptsache gesund, munter und friedlich.


Hinter uns liegen wieder aufregende Wochen.

Mein Arbeitsalltag sollte parallel zum Kindergartenalltag starten…

Ich hatte mir das eigentlich wie folgt ausgelegt:

Während ich arbeite, gehen die Kinder in den KiGa und sobald ich Feierabend habe, hole ich sie direkt ab. Das 5 Mal pro Woche, dann Wochenende und so geht’s weiter.

Klingt ziemlich durchstrukturiert, nicht wahr?

Ja , soweit war ich auch schon- bis ich mit etwas konfrontiert wurde, das ich mir anfangs zwar dachte, aber in solchem Ausmaß nicht eingeplant hatte.

Dass ich dienstliche Startschwierigkeiten wegen der Hand-Fuß-Mund Krankheit meines Sohnes und der hartnäckigen Bindehautentzündung meiner Tochter hatte, war erst der Anfang von dem chaotischen Weg zurück in mein neues altes Dasein als Arbeitnehmerin parallel zu meiner Hauptrolle als Mutter (und manchmal auch Vater in einem).

Ich bin seit Mitte November nach zahlreichem in der Elternzeit angesammelten Urlaub offiziell wieder dabei. Die Notaufnahme, die Patienten, meine Kollegen und ich.

Mama-Sein ist wunderbar und für nichts sich in meiner Vorstellungskraft befindende Hab und Gut würde ich meine Rolle jemals abgeben wollen. Unabhängig davon, dass ich für meine Kinder keinen Scheidungslebenslauf haben wollte, ist das Leben, welches ich jetzt so führe, genau das, was mich aus- und zufrieden macht.

Zugegebenermaßen habe ich ein wenig gebraucht um zu akzeptieren, wieso ich nicht all jene Freiheiten habe, die andere Mütter durch zuverlässige Babysitter haben- oder die, die der Papa meiner Kinder hat, oder oder oder.  Für mich war es ungerecht, die harte Doppelbelastung durch Arbeit und Mama-Sein in Vollzeit; die durchzechten Nächte, wenn die Kids krank sind und ich selbst nicht weiß wem ich zuerst helfen soll; die finanziellen Engpässe, obwohl man schon nur der Kinder entsprechende und notwendige Dinge kauft und vor allem ‚entlohnt‘ zu werden mit dem bisschen Kindesunterhalt, einfach so hinzunehmen. Ich habe ab und an nach der Gerechtigkeit gesucht, wenn das mir so hart erarbeitete Strukturkartenhaus zusammen zu brechen drohte.

Wie lange schafft ein Mensch zu funktionieren?


Die Kids waren kaum eine Woche nach überstandener Krankheit wieder am Stück im Kindergarten- ich demnach sage und schreibe eine Woche auf der Arbeit mal nicht als ‚Kinderkrank‘ eingetragen- brachten sie über’s darauffolgende Wochenende den nächsten Spaß mit.

Luna begann zu fiebern; völlig untypisch für sie. Husten, Schnupfen folgten binnen Stunden.

Lenny zog hinterher.

Den Griff zum Höhrer wählte ich die Telefonnummer der Arbeit „Ich bin’s Mona. Sorry, aber meine Kids sind bis auf Weiteres erstmal erneut krank geworden. Ich gehe demnach in’s nächste Kinderkrank.“

Bäääm. Nur einen Tag später lag ich ebenfalls flach: Fieber, Husten, Schnupfen von der größten Sorte.

Ich? Nee. Ich hab keine Zeit um krank zu sein.

Somit erledigte ich die Arztbesuche mit den Kids und sorgte Tag für Tag und Nacht für Nacht dafür, dass sie wieder gesund werden.

Die Lebendigkeit fehlt, es ist trist, dunkel und viel zu leise im Haus, wenn die Kinder nicht gut zurecht sind.

Als ich die Kids nach einer Woche wieder fit hatte, stellte ich fest: Ich bin kein Stück genesen, höre mich immer noch an wie Tina Turner zur besten Zeit ihrer gesanglichen Höchstleistung und besuchte demnach selbst mal meinen Hausarzt.

Fail. Denn die nächste Woche geht mit der nächsten AU diesmal auf meine Kappe. Antibiotikum, Schleimlöser und Kopfschmerztabletten freuten sich, ein neues Zuhause gefunden zu haben.


Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

Das alles soll kein Gejammer sein, denn eine Intention folgender Art:

Die Gerechtigkeit in all meiner Arbeit, all meines Spagates zwischen Leben und Alltag liegt einzig und allein

–》 im Dasein meiner Kinder.

Sie zu versorgen, wenn sie krank sind und ich selbst dabei kaum Luft bekomme bedeutet, dass auch ich sehen kann, welche Früchte meine Arbeit trägt, wenn sie wieder gesund und munter durch die Gegend toben und lachen.

Arbeiten zu gehen und dann, wenn andere ihren ‚Feierabend‘ genießen, erst richtig zu starten, bedeutet, lachende Kinderaugen zu empfangen, wenn sie wieder nach Hause abholt werden.

Finanzielle Einschränkungen zu haben, weil alles, was man zur Verfügung hat,zum Wohle der Kinder ausgelegt wird, bedeutet ein Leben zu leben, dessen Wert weitaus mehr definiert als Teil des oberen Mittelstandes zu sein:

F A M I L I E.

Freude

Aufrichtigkeit

Miteinander

Immer

Liebe

Irgendwie

Ewigkeit.

 

Nur wer sich selbst glücklich macht, kann glücklich sein.

Und ich kann sagen, dass ich mit meinen beiden Kinder ein Leben führe, das trotz mancher Anstrengung das Glück als solches definiert.


Der Start in mein Arbeitsleben war kurz- aber mindestens auch genauso toll.

Ich bin froh, dass sich so viele über mein Comeback gefreut haben und hoffe, dass meine Kinder (und ich) vor den nächsten Viren-und Bakterienschleuderkanonen weglaufen und wir endlich einen Rhythmus in unser aller neuen Ablauf finden.


Lenny und Luna sind wie Zwillinge. Sie machen Blödsinn, verstecken und suchen sich gegenseitig, brauchen sich immer in ihrer Nähe, sind ein Herz und eine Seele und ja:

Verbünden sich auch ganz gerne mal gemeinsam gegen Mama. 😉

Luna beginnt zu sprechen und Lenny schafft inzwischen schon den einen oder anderen sogenannten Vier-Wort-Satz.

Sie entwickeln sich prächtig und sind mein ganzer Stolz.

Ach ja. Und ich?

Stimmt- fast vergessen. Mir geht es wirklich gut. Ich habe mich einigermaßen neu aufgestellt, habe einen Alltag für die Kinder schaffen können, der ihnen gerecht wird und wenn die Kinder mal ein paar Stunden bei ihrem Papa sind, dann kümmere ich mich um alles, was liegen geblieben ist.

Darüber hinaus bin ich froh der Welt sagen zu können:

Ich bin zurück und ich freue mich auf alles, was in Zukunft Positives auf uns wartet.

Und wer weiß ob da draußen jemand ist, der meinen Kindern ein bester Freund und mir ein guter Partner, Freund und gleichzeitig auch würdiger Gegner sein möchte und kann… Wer auch immer sich ergo mal in meine Nähe traut: Alles oder Nichts. ♡

In diesem Sinne verabschiede ich mich ein letztes Mal für dieses Jahr mit den besten Rutschwünschen und Neujahrssegen, schlagt euch tapfer, bleibt dran und vergesst nicht:

Es muss nicht immer Milch sein, RobbyBubble und alkoholfreies Bier tun’s auch und bis nächstes Jahr!

Eure Mona mit L&L

Guten Rutsch in’s 2020! ♡♡

Oh, du Fröhliche…

Hallo meine treuen Leser,

So, 1. Advent und damit für alle Milchzähne: Einen harmonischen Start in die Weihnachtszeit ♡ !

Hinter uns liegen tausend Aneinanderreihungen von Krankheiten, mein Beginn in die Arbeitswelt und – wie ihr hoffentlich alle ‚liked‘ – meine Facebook-Seite dieses Blogs. Folgt mir also auch dort, denn „mal eben schnell geschrieben“ kann ich da kürzere Updates verfassen und ihr bleibt auf dem Laufenden.

Lenny und Luna entwickeln sich wunderbar, wobei Lenny im Moment wirklich bei jeder Kinderkrankheit die Hand innerhalb des Verteilerzentrums hebt.

Hand-Fuß-Mund, Mittelohrentzündung und pausenloser Schnupfen sowie Husten liegen hier ganz hoch im Kurs.

Mein Arbeitsbeginn war genauso wunderbar wie kurz.

Einen Tag nach dessen Start konnte ich für 2 Wochen in’s ‚Kinderkrank‘ gehen. Es bleibt nunmal nicht aus und wie sagen die Leute so schön „Man steckt halt nicht drin.“

Wir haben trotz alle dem eine schöne Zeit und genießen jede Minute zusammen.

Eingespieltes Team halt. 😉


Diese Geschichte muss ich allerdings eben ‚aus dem Nichts‘ heraus mit euch teilen. Typisches Geschehen:

Nachdem ich gestern meinen Bruder abholte, der uns auf den Weihnachtsmarkt begleitete, startete unser Trip eigentlich recht entspannt.
Es war rappelvoll, aber davon ließen wir uns im Interesse der karusselljagenden beiden Mäusen nicht unter kriegen.
Lenny drehte mit seinem Patenonkel eine Runde auf dem Pferdekarussell, während ich mich mit Luna in die Reihe der geldabhebenden Menschen bei der Bank anreihte.
Anschließend ein Crepes mit trippeliger Trippel-Nutella verspeist, wuselten wir uns zum nächsten Karussell des Weihnachtsmarktes durch, das sich allerdings am anderen Ende befand.

Auf dem Weg dahin trafen wir Mama, die sich natürlich nicht nehmen ließ, ihren beiden Enkelchen einen 10er zu geben, damit sie weitere Runden auf dem kinderbesetzten Drehgefährt ziehen können.

Mein Bruder und ich drehten die Runden an der Seite jeweils einen Kindes verantwortungsbewusst mit.
Eigentlich bin ich im Gegensatz zu meinem 11 Jahre jüngeren Bruder absolut nicht schwindelfrei, aber selbstlos wie ich bin, ließ ich also 2 Runden Karussellfahrt neben meiner Tochter mit Blick auf Niclas und Lenny über mich ergehen.
Herrlich.
Die Kinder freuten sich und waren total glücklich.

Auf dem Rückweg kämpften wir uns mit Buggy und Lenny auf dem Arm durch die inzwischen größtenteils durch Glühwein angeheiterte Menschenmenge schließlich zurück zum Anfangskarussell um noch eine letzte Fahrt mitzunehmen.
Die Bratwurst im Bauch verhalf uns trotz der Kälte einen warmen Platz zu finden, an dem wir auf die nächste Runde warteten.

Als wir uns schlussendlich auf den Pferden positionierten, jeweils einer von uns wieder neben und festhaltend der Kinder, geschah das Unglück.

Lenny rutschte ab, viel runter und landete so dick eingepackt und gepolstert wie er war auf dem Karusselldrehscheibenboden.
Mir rutschte das Herz ebenso krass in die Hose wie meinem wirklich beschützerischem Bruder.

Scheiße, dachte ich nur. Mein Junge. Hoffentlich ist nichts passiert.

Natürlich glotzten uns alle an.

Alle, bis auf einen. Der sich direkt vor uns im Kassenbüro sitzende Mann.
Er startete das Karussell und ließ es seine Runden drehen.

Während die übrigen Kinder mit ihren freudigen Augen den Spaß genossen, war ich also damit beschäftigt im Stehen und die Balance haltend meinen Jungen zu beruhigen, wohingegen Niclas mit Luna auf dem Arm neben mir das gleiche tat.

Als der Fahrkarteneinsammler dann auch noch unsere Chips einsammeln wollte, obwohl er sah, dass wir uns in einer prekären Misslage befanden, platzte mir der Kragen und ich stellte lauthals und unmissverständlich klar, dass ich es nicht einsehe, für diese Runde zu zahlen.
Zumal der Kassenmann das Pferdekarussell absolut nicht hätte starten dürfen.

Lenny beruhigte sich, wir 3 beruhigten uns und genossen so eine weitere Runde mit der richtigen Intention für Kinder:

Spaß haben.

Lenny lachte und sang fleißig seine Lieder.
Der Schock war also größer als der Sturz, zumal Niclas ihn teilweise noch auffangen konnte, sodass er lediglich mit seinem pampers- und durch die Thermohose gepolsterten Po auf dem Boden landete.

Ich hatte nach den 2 weiteren Drehrunden also bestimmt eine halbe Stunde lang Probleme mich wieder zu erden und suchte mir Hilfe bei einer gekauften Cola.

Was ein Weihnachtsmarktbesuch.
Man kann noch so gut aufpassen, trotzdem längst nicht alles verhindern.

Gut, dass nichts passiert ist.


Und nachdem L&L heute schon Freude daran hatten, meinen gesamten Nagellack auf den Fliesen, dem Sofa und ihren Anziehsachen zu verteilen, während ich mir die Freiheit rausgenommen habe zu saugen, half uns unsere liebe Nachbarin von oben drüber mit Nagellackentferner aus, sodass planvoll planlos natürlich auch unser Start in die Weihnachtszeit beginnen kann. 🌲🦌🎅😅🤷‍♀️

In diesem Sinne verabschiede ich mich wieder einmal damit, dass es nicht immer Milch sein muss- denn Nagellackentferner tuts auch- schönen Beginn in die morgige Woche und bis ganz bald,

Eure Mona mit L&L

Ps: Abonniert uns gerne auf Facebook. Und nächstes Mal gibts hier wieder einen Text über so manche Gedanken, die man hat.  😉