Happy wife, happy life.

Fühlt euch gedrückt, liebe Milchnasen.

 

Bäääääm, ich meld mich zurück. 

Und irgendwie kriege ich in letzter Zeit immer häufiger zu hören:

Mensch Mona, wie siehts in der Männerwelt aus… Lenny muss mal bei sich im Zimmer schlafen, falls du irgendwann wieder jemanden an deiner Seite hast… Warum ist es so schwer, jemanden kennen zu lernen… und und und. 

 

Jau, liebe Männer. Wie siehts denn aus in eurer Welt? Lasst es mich wissen, dann hab ich mal ne Antwort. 😉 

 

Ich suche ja gar nicht. Ich lasse mich finden.

 

Den Osterhasen soll man schließlich nicht suchen, denn dann sieht man ihn nicht. Er kommt erst, wenn man nicht hinschaut und treibt sein buntes Unwesen um Kinderaugen ohne großes Tamtam zum Strahlen zu bringen und ihre Herzen höher schlagen zu lassen.

 

So ist es wohl auch mit der berühmten Liebe.

 

Ein guter alter Freund, der inzwischen bereits vom Himmel zuschaut und womöglich die Hände überm Kopf zusammen schlägt,wenn er sieht, was ich hier unten veranstalte, hat immer zu mir gesagt :“Mona, Männer & Frauen sind nicht füreinander gemacht. Sie tun sich gegenseitig weh und am Ende bekriegen sie sich um deren gleicher Recht.“

 

Nein, mein Lieber. Auch heute würde ich wieder antworten, dass das nicht stimmen kann. 

 

Es gibt solche und solche Menschen, die sich nach einer Trennung entweder – oder verhalten. 

Die einen suchen sich den nächst Besten, nachdem sie eine Nacht durchgeheult oder durchgefeiert haben. 

Die anderen sind erstmal auf der Suche nach sich selbst und öffnen sich erst wieder, wenn sie das Gefühl haben, jemand meint es wirklich ernst mit ihnen; und die wieder anderen verschwören sich auf unbestimmte Zeit gegen das entsprechende Geschlecht.

Hängt das von der vergangenen Bedeutung und dem Verletzungsausmaß der gescheiterten Liebe ab? Wer weiß was das schon. 

 

Irgendwie aber beobachte ich immer das gleiche Phänomen. 

》Jeder auf seine Weise.

 

Wie es bei mir war innerhalb meines Trennungsjahres kann ich euch sagen.

Ja, es tat gut, wenn es Menschen gab, die sich endlich mal für einen interessiert haben. Sie nahmen dich in den Arm, sagten dir nette Worte und vor allem taten sie eines: Sie sahen dich.

Irgendwas allerdings fehlte mir auf der Suche nach meinem ‚du‘. 

 

Inzwischen bin ich ganz gut bei mir selbst angekommen. Lange dachte ich, ich wäre emotional ‚frozen‘. Mein Herz konnte außer meinen Kindern gegenüber nichts mehr empfinden, mein Bauch kribbelte nicht mehr und mein Kopf arbeitete weiter rund um die Uhr. 

Ich wollte empfinden, aber ich konnte nicht. 

Als man früher sagte „Sie wurde gebrochen.“ hab ich immer gedacht, was das wieder für ein gemischter altmodischer Satz in der von mir so ungeliebten Neumoderne ist, in der Missgunst und Neid inzwischen doch über allem stehen und regieren. Jeder will irgendwas von wem anders, aber bereit zu geben ist dennoch niemand.

 

Selbstlose Charaktere gehen unter- sie werden ausgenutzt und zweifeln früher oder später an sich selbst. 

Manchmal geben sie sich sogar auf.

 

Was mit den Alphatieren passiert, ist natürlich klar: Sie schlagen Profit aus ihrem Handeln, werden ihre eigenen Fehler niemals erkennen und leben ihr Leben weiter. Irgendwann wohl auch mit jemandem, der bereit ist, den gleichen Weg zu gehen. Entweder weil er selbst so narzisstisch ist, oder weil er sich gerne abhängig macht.

 

Ja liebe Leute, ich bin so ziemlich über das hinweg, was mein für mich vorgeschriebenes Buch an Theatralik bereit hielt; ich bin aufgestanden und stehe mit Schutzschild und Axt gewappnet auf beiden Beinen, um zumindest in Sachen Liebe mal wieder an mich zu denken.

Ein guter Krieger kann nur dann der Beste werden, wenn er zahlreiche Schlachten gekämpft und Erfahrungen gesammelt hat.

 

Ich hab richtig Bock auf den ganzen Wirbel. 💃

 

Es gibt allerdings einige Punkte, die sich ein würdiger Gegner vorher hinter die Löffel schreiben muss.

 

  • Eine Mama lässt für ihre Kinder alles stehen und liegen. Also schieb deinen voreilig gekränkten Stolz zur Seite und renn einfach mit.
  • Eine Mama hat irgendwie nie Feierabend, empfang sie deshalb doch einfach mit offenen Armen, wenn sie sich mal kurz ne Pause gönnt.
  • Eine Mama ist immernoch eine eigenständige Frau. Du hast eine Mama. Sie soll deine Partnerin sein, nicht deine Babysitterin. Sei ehrlich und behandel sie so, wie du auch von ihr behandelt werden möchtest. 
  • Weg mit dem Gedanken, dass die Verantwortung, die sie mit Kindern trägt, ein Hochdruckgebiet für dich sein könnte. Wenn sie alleinerziehend ist, dann schafft sie alles alleine, schließlich hat sie keine Wahl. Sei ihr ein Geschenk, ein Zusatz und für ihre Kinder ein cooler Typ. Sei doch einfach da.
  • Beef dich mit ihr, kotz dich bei ihr aus und lach mit ihr- aber überleg dir nicht kurzerhand, dass dir der Alltag zu stressig und eintönig ist um am Ende doch nur ihr Callboy zu sein. Wenn du sie willst, dann ganz. Das hier ist kein Gaming, wo du ’ne Testrunde fahren kannst. 

 

Himmel, das klingt nach ganz guter Antiwerbung und mega abschreckend.

 

Ich zähle euch aber auch gerne mal die andere Seite der Medaille auf:

 

  • Mag sie dich, dann kannst du dich darauf verlassen, dass das wirklich von Herzen kommt. Sie öffnet sich dir und zeigt dir ihr Leben. Bedacht und Kalkuliert.
  • Lacht sie mit dir, dann hast du es geschafft, dass sie all ihre Wunden vergessen konnte. 
  • Nimmt sie sich Zeit für dich, dann bild dir gefälligst was drauf ein, denn ihre Zeit ist Teil eines großen Betriebsmanagements. 😉 

 

Abgesehen davon hat sie mit absoluter Sicherheit ein großes Herz, in das neben ihren Kindern auch ein Partner rein passt.  

 

Eine Freundin pflegte mal zu sagen: „Gib ihm die Chance es zu versauen. Oder willst du auf ewig ’ne Beziehung mit deinen Kindern führen?“ 

 

Nope.

 

Aber so eine Männersuche ist ja auch nicht einfach. Wie leicht sind sie abzuschrecken? Wie schnell geben sie auf? 

 

Und spätestens dann, wenn er dich toll findet und ihr die Touchdowns des Patchworks theoretisch durchgegangen seid, gehts doch schon los:

 

Man kommt sich näher,  es kribbelt und woooow. Gepunched von den Schmetterlingen, bei denen man dachte, sie wären im eigenen Körper ausgerottet worden, befindet man sich an dem Punkt, auf den man Null vorbereitet war:

 

D I E    A L L T A G S U N T E R W Ä S C H E   

unten drunter. 

 

Happy wife, happy life Freunde.

 


So schlimm sind wir Mamas gar nicht. 

Klar haben wir unsere Geschichte und klar haben wir unseren Alltag.

Aber hat das nicht jeder irgendwo und irgendwie? 

 

Ich glaube, dass es da draußen ebenso viele ‚frozen and broken‘ Männer gibt wie Frauen.

 

Also komm, wir bauen uns einfach ein Schloss. Eines, wo Herzschmerz, Liebeskummer und Verzweiflung keinen Bestand haben.

Das gebrannte Kind, das das Feuer scheut… gibts hier nicht.

 

Unterwäsche kann man kaufen, Herzen kann man kleben und Hände kann man halten. 

 

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Resttag, vergesst nicht: Es muss nicht immer Milch sein, regnen tut’s draußen schon und bis ganz bald.

 

Eure Mona mit L&L ♡